Lass los und lache!

Auf meinem Schreibtisch sitzt ein kleiner dicker Buddha. Er ist vielleicht drei Zentimeter groß, sieht einfach unmöglich fett aus, sein Bauch wie im neunten Monat schwanger, glatzköpfig mit großen Ohren am runden Schädel. Sein Mund ist weit aufgerissen im Lachen. Ja er lacht über mich, über sich, ich weiß es nicht. Jedenfalls sitzt er dort schon seit einigen Jahren und schaut mir bei meinen Aktivitäten zu. Er lacht immer, egal was ich tue, ob ich mal wieder nach einer wichtigen Frage recherchiere, oder etwas wichtiges notiere, Termine mache, mein Bankkonto checke, egal er lacht immer. Das ist nicht lustig, möchte ich ihm manchmal sagen. Gerade dann, wenn ich mal wieder echt mies fühle,  mal wieder nichts geregelt bekomme, mal wieder kräftig auf die Nase gefallen bin.

Was ist daran lustig? Wenn es mir zu viel wird, drehe ich ihn um, damit er mich nicht mehr ansehen kann, was aber nicht wirklich eine Linderung bringt. Manchmal möchte ich ihn nehmen und ihn gegen die Wand schmeißen. Aber selbst das würde ihn nicht abhalten zu lachen. Er lacht und hält dabei ein kleine Kugel in der Hand, die er mir hinhält. Zeigt er mir die Welt, das Universum? Was will er damit sagen?

Das ist die Sichtweise des Clowns, der in jedem von uns steckt. Mein kleiner dicker Buddha erinnert mich daran, wenn ich mal schlecht drauf bin, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, alles läuft schief. Dann weiß ich, es ist ok. Du bist mal wieder auf die Nase gefallen. Das ist nicht lustig. Aber du kannst wieder aufstehen (Tata!!) und mit einem Lachen neue Abenteuer entdecken!

Das Lachen ist es, was uns rettet, das Lachen selbst dann, wenn uns zum Weinen zumute ist. Dieser kleine dicke Buddha. Er erinnert mich daran, lass los und lache!